Bis zuletzt umkämpft

Die Partie begann ganz nach dem Geschmack von Trainer Stopfel: Zwar gab Heyer nach zwei Minuten einen ersten Warnschuss ab, auf der anderen Seite fiel aber nach diesem Blitzstart das 1:0. Eine Ecke nahm Kerschner überlegt an und knallte den Ball in die Maschen. Kurz zuvor hatten die Kaltennordheimer sogar Pech, dass das Leder nach scharfer Eingabe von rechts vom Fuß eines Geratalers nur am Pfosten landete. Dieser Aktion führte zum bereits besagten Eckball – der Ausgang ist bekannt. Fortan mühten sich die spielstarken Gäste um Ordnung im Spiel, trafen aber auf eine resolut verteidigende Heimmannschaft, die mit überfallartigen Kontern immer wieder Schwächen im Defensivverbund der SpVgg offenlegte. Nach einem solchen Tempogegenstoß sprang der Ball zu Fuß, der in der zweiten Reihe lauerte und direkt abzog. Keeper Mentzel musste sein ganzes Können aufbieten und lenkte dieses Pfund mit den Fingerspitzen an die Latte. Das waren die besten Minuten der Hausherren im ersten Durchgang. Geratal hatten nun bis zum Pausenpfiff mehr vom Spiel und trug seine Angriffe immer wieder über den agilen Rick Brandl vor. Zählbares sollte dabei jedoch nicht herausspringen, zumal die Elf um Kapitän P. Salzmann alle Kräfte bündelte, um mit diesem Resultat in die Kabine zu gehen.

Mit der zweiten Halbzeit erhöhte Geratal direkt das Risiko im Spiel nach vorne und versuchte in gewohnter Manier, das Zepter an sich zu reißen. Dies spielte den Stopfel-Schützlingen in die Karten, da sie so taktisch diszipliniert auf ihre nächste Kontergelegenheit warten konnten. Diese folgte nur zwölf Minuten nach Wiederanpfiff und wurde prompt belohnt. Über Markert und Wilhelm kam die Kugel per Direktspiel zu Dreßler, der auch noch das Auge für den durchstartenden Kerschner hatte. Der RSV-Torjäger lies sich nicht zweimal bitten und erzielte seinen 50. Punktspieltreffer für die Rhöner. Nur wenige Augenblicke später stand der Gast kurz vorm K.O. Fast eine Kopie des Spielzuges, der zum 2:0 führte, brachte Fehringer allein vor Mentzel in Position. Dem Kaltennordheimer Flügelflitzer versprang aber der Ball und die Gelegenheit war dahin. Diese Aktion läutete zugleich eine Schlussoffensive des Gastes ein. Keeper Salzmann hielt dabei zunächst aus 16 Metern Brandls Kracher, ehe er auch bei Wollenschlägers Versuch die Fäuste noch rechtzeitig hoch bekam – zwei absolute Glanztaten des Schlussmanns. Als in der 90. Minute die Rhöner Mannschaft, in Erwartung eines Gästefreistoßes, noch am Sortieren war, wurde der Ball kurz ausgeführt und landete wieder bei Wollenschläger, der sofort abzog. Salzmann wäre wohl wieder zur Stelle gewesen, aber der Ball wurde von Wolf so unglücklich abgefälsch, dass er unhaltbar im Netz landete. Einmal mussten die Kaltennordheimer aber noch um ihren Sieg bangen. In der vierten Minuten der Nachspielzeit war es Brandl, der aus 20 Metern das Leder nochmal aufs Tor jagte. Aus dieser Distanz war Salzmann an diesem Tag jedoch nicht zu bezwingen und so vereitelte er die letzte Chance der Spielvereinigung erneut im großen Stil. (doe)

SG Kaltennordheim/Fischbach: A. Salzmann, P. Salzmann, Döll, Wolf, Markert, Dreßler, Wilhelm, Fuß, Fehringer, Kerschner, Leutbecher (64. Steinmetz)

SpVgg Geratal: Mentzel, Maleße (66. Keiner), Busch, Huck, Y. Ben Achour, Wollenschläger, Mielke (75. Hofmann), Brandl, Heyer, Kruse, Seyfferth (75. A. Ben Achour)

Tore: 1:0 Kerschner (5.), 2:0 Kerschner (57.), 2:1 Wollenschläger (90.)

Schiedsrichter: Thomas Fischer (Kreuzebra) Zuschauer: 110

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