Chancen vergibt nicht der Schiedsrichter

Der RSV Fortuna Kaltennordheim verlor sein Heimspiel in der Fußball-Landesklasse gegen die SG Suhler SV mit 1:2 Toren. Leidenschaft auf dem Platz und auch am Spielfeldrand sind gefragt, wenn es um Zählerin den Punktspielen, egal in welcher Klasse, geht. Und auch Kritik sei erlaubt. Bei allen Emotionen, die dazugehören, aber nach 90 Minuten die Schuld für eine Niederlage nur bei den Herren in Schwarz zu suchen, ist zu einfach. Das sollte auch für die der Fortuna gelten. Denn ein Schiedsrichter vergibt keine Chancen und kann nun einmal nur auf Tor entscheiden, wenn das Lederim Netz zappelt. Und er ist auch nicht für die zahlreichen technischen oder taktischen Fehler einer Mannschaft verantwortlich. Diesbezüglich sollten sich einige Fans mit ihren Äußerungen in Richtung der Spielleiter, aber auch die Bank der Rhöner, einmal hinterfragen. Denn was es da im Spiel gegen die Waffenstädter zu hören gab, das ging weit unter die Gürtellinie. Nach nervösem und zu unpräzisem Beginn, in dem beide Mannschaften viele individuelle Fehler fabrizierten und somit weitgehend vor beiden Strafräumen Schluss war, setzten die Gastgeber die ersten Akzente. Zunächst ließ Suhls Torhüter Steffen Geier einen Freistoß von Antonio Pedrazzi prallen (18.), bevor der letzte Mann der Gäste nach präziser Eingabe von Marcus Eisenbach beim Schuss von Dragan Blagojevic aus sechs Metern in zentraler Position großartig reagierte (22.). Zwei weitere gute Möglichkeiten für die Fortuna blieben ungenutzt. Chancen für die Suhler ergaben sich nur dann, wenn Kaltennordheim den Ball im Mittelfeld oder in der Nähe des eigenen Strafraumes verlor. Nach einem Freistoß von Jens Kühnstein von der rechten Seite strich der Schuss von Suhls Regisseur Alexander Mantlik knapp über den langen Winkel (35.). Vor Mantlik, der die Zügel bei den Gästen hervorragend in der Hand hielt, und seinem Sturmpartner Julian Gläser warnte Kaltennordheims Trainer Reinhard Stopfel vor der Partie besonders. Glä- ser war es auch, der den entscheidenden Anteil an der Gästeführung besaß. Nach Ballverlust der Hausherren tanzte er die komplette Innenverteidigung der Gastgeber aus, legte den Ball auf Fawad Wororzay, der nur noch einschieben musste. Nach dem Wechsel übernahm Kaltennordheim klar die Initiative . Mit viel Laufbereitschaft und jetzt besser und präziser im Spielaufbau erspielte sich die Stopfel-Elf einige gute Möglichkeiten. Manko der Gastgeber, dass es nur zu einem Treffer von Julian Öhler nach Direktannahme an der Strafraumlinie zum 1:1-Ausgleich reichte (76.). Die mangelnde Chancenverwertung der Rhöner sollte sich rächen. Nach einem Konter erzielte Roman Kasyanenko den Siegtreffer für die Gäste (84.). tge http://www.insuedthueringen.de

Kaltennordheim: Ch. Stern, S. Fuß, D.Wolf, D. Balgojevic (46. J. Öhler), M. Eisenbach, M. Steinmetz, Ch. Dittmar, A. Padrazzi ( S. Bühner), L. Salzmann, R. Quentmeier, J. Greifzu

Suhl: S. Geier: B. Förste (D.-L. Pommer), J. Gläser, P. Rienecker, A. Mantlik, P. Löser, J. Kühnstein ( R. Kasyanenko), R. Arnold, P. Eckstein, K. Barrabasa da Cruz, F.Wororzay

Schiedsrichter: D.Martjuschew (Gotha)

Zuschauer: 100

Tore 0:1 F.Wororzay (41.), 1:1 J. Öhler (76.), 1:2 R. Kasyanenko (84.)

Diese Website verwendet Cookies und fragt nach Ihren persönlichen Daten, um die Darstellung im Browser zu verbessern.