Den Sieg aus der Hand gegeben

In diesem FußballLandesklassenspiel sahen die Zuschauer zwei verschiedene Halbzeiten. Jeder Mannschaft bot sich die Möglichkeit, den Sieg davonzutragen. Letztlich aber endete es mit einer gerechten Punkteteilung. Der Auftakt verlief ausgeglichen. Die Waltershäuser verbuchten zwar mehr Ballbesitz auf ihrer Seite, dafür glänzten die Männer aus der Rhön mit gutem Konterspiel und einigen Möglichkeiten. Das Ausnutzen dieser verlief trotz der zwei erzielten Tore nicht optimal. Die Gastgeber verstanden es im ersten Abschnitt nur selten, die gut stehende Kaltennordheimer Abwehr vor Probleme zu stellen oder gar auszuspielen. Bei einem Kopfball von Lucas Braun nach einer Eingabe von Abrahim Salman verfehlte das Leder knapp das Ziel. Besser zielte Daniel Storandt. Den von Stefan gut eingeleiteten Konter vollendet Storandt mit der nötigen Ruhe zum 0:1 (20.). Zwei Minuten später nahm sich Dat Le Duc ein Herz, setzte zum Solo an. Weil er nicht gestört wurde, kam er zum Abschluss, verfehlte das Tor aber ebenfalls knapp. Einen zu kurz abgewehrten Ball der Waltershäuser Defensive an der Außenlinie eroberte sich Stefan Heller geschickt im Zweikampf mit seinem Gegenspieler. Den Aufruf seiner Mitspieler „zieh ab“, setzte er hervorragend um und beförderte den Ball ins lange Eck zur verdienten 2:0-Führung aus Sicht seiner SG. In dieser Phase erwiesen sich die Männer von SG-Trainer Andy Möller gedanklich schneller. Sie gewannen die wichtigen Zweikämpfe im Mittelfeld und kreuzten mehrfach gefährlich vor dem FSV-Tor auf. Dabei zeichnete sich Torhüter Patrick Böhm mehrfach gut aus, unter anderem gegen Daniel Storandt (30.) und den 17-jährigen William Heß (31.). Das letzte Achtungszeichen dieser Halbzeit setzte erneut Storandt, der knapp verzog (41.). Die Hausherren indes ließen ihren Anhang und ihren Trainer Stefan Koch mit zahlreichen Fehlabspielen schier verzweifeln. Immer wieder wurden sie geschickt frühzeitig von den Schwarz-Gelben beim Spielaufbau gestört. Trotz des Rückstandes gaben sich die Waltershäuser nicht geschlagen. Dies untermauerten sie nach dem Seitenwechsel mit einem druckvolleren Spiel nach vorn. Nach schöner Vorarbeit von Alexander Koch über rechts beförderte Erik Zeidler den Ball aus acht Metern weit über das Tor (47.). Danach rettete SG-Torhüter Florian Hoffmann vor dem heranstürmenden Johannes Koch (55.). Im Konter hätte Roberto Trabert alles klarmachen müssen. Er traf nur den Pfosten (56.). Aber auch Philipp Wichler und Daniel Storandt vergaben ihre Möglichkeiten (58.). Und wer seine Chancen nicht nutzt, muss zuschauen, wie es die Gegnertun. Im Gegenzug ging es schnell durch die Mitte. Le Duc erzielte den 1:2-Anschluss (61.). Das gab den Waltershäusern zusätzlichen Auftrieb. Fortan erspielten sie sich Möglichkeiten und banden ihren Gegner an Abwehraufgaben. Auch die Zweikämpfe entschieden sie in dieser Phase zu ihren Gunsten. Nach einem umstrittenen Freistoß an der Strafraumgrenze – der Ball war schon bei Torhüter Hoffmann, als der Kontakt passierte, kassierte die SG den Ausgleich. Le Duc führte den Freistoß aus. Der Ball wurde im Strafraum von Lucas Braun zum 2:2 (71.) abgefälscht. Die Schlussphase gestaltete sich wieder ausgeglichen. „Für uns ist dies ein Punktverlust. Wir hatten mehr vom Spiel. Die Kaltennordheimer agierten im Konterspiel besser“, lautete das Fazit von FSV-Trainer Stefan Koch. Natürlich hätte auch SGF-Trainer Andy Möller gern alle drei Punkte mitgenommen. „Wir hätten nach dem Wechsel alles klarmachen müssen. Aber ich kann mit der Punkteteilung leben.“

Waltershausen: Pat. Böhm; A. Salman, N. Trott, Ch. Koch, L.Jungheinrich,A.Koch, L.A. Braun, E. Zeidler, D. Finger, D. Le Duc (77. R. Trott), J. Koch

Kaltennordheim: F. Hoffmann; S. Heller, J. Giesler, R. Quentmeier, T. Markert, K. Kerschner, C. Dittmar, L. Salzmann,W. Heß (50. P.Wichler), D. Storandt (80. R.Wieber)

Steffen Reichenbächer (Erfurt)

Tore: 0:1 Storandt (20.), 0:2 Heller (25.), 1:2 Le Duc (61.), 2:2 Braun

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