Deutlicher Heimsieg gegen Lok Saalfeld

Nach Ablauf der ersten zwanzig Minuten ahnte wohl noch keiner der anwesenden Zuschauer, dass die Partie in einem derartigen Debakel für die Lok-Elf enden würde. Wenn auch die Angriffe der Gäste im torgefährlichen Raum schnell abebbten, so spielten sie doch munter gegen die Rhöner mit und präsentierten sich in dieser Phase der Partie nicht wie ein Absteiger. Dass der FC sich aber in der Folgezeit punktuell immer wieder eklatante Defensivschnitzer erlaubte, verstanden die Kaltennordheimer als Einladung zum Toreschießen. Geduldig überstanden die Gastgeber nun also diese erste ausgeglichene Phase der Spiels und lauerten auf Fehler vom Gegner. Lange brauchten sie dabei nicht mehr zu warten, denn vom anschließenden Doppelschlag durch Markert und Fuß in den Minuten 24 und 25 sollten sich die Saalfelder die gesamte Partie über nicht mehr erholen und mussten bereits nur vier Minuten später auch das 3:0 durch Kerschner hinnehmen. Das Spiel war so binnen fünf Minuten zu Gunsten der Gastgeber entschieden, doch die Lok-Elf gab ihr taktisches Konzept nicht auf und wurde so immer wieder kalt erwischt. Nach Unstimmigkeit zwischen Schlussmann Avdija und Verteidiger Sablowski nickte letzterer den Ball statt zu seinem Keeper an diesem vorbei ins Netz. Mit 4:0 ging es auch in die Kabinen, sodass die Gäste nur noch auf Schadensbegrenzung aus sein konnten, doch bereits eine Minute nach Wiederanpfiff überraschte das klasse harmonierende Sturmduo Kerschner/Steinmetz die Elf um Kapitän Weiße erneut eiskalt: Steinmetz vollendete schließlich völlig alleingelassen und abgeklärt zum 5:0. Die Heimelf schaltete nun einen Gang zurück, ohne dabei aber die Kontrolle über die Partie zu verlieren. Erst mit Fehringers punktgenauer Flanke, die in Kerschner einen kaltschnäuzigen Vollstrecker fand, kam wieder etwas Schwung in die Partie, doch sollten anschließend erstmal die Gäste zum Ehrentreffer kommen: Bei einem scharf nach innen geschnittenen Freistoß fühlte sich keiner für Warschitschka zuständig, sodass dieser ungehindert nur noch einschieben musste. Dies war wohl gleichzeitig auch die nennenswerteste Gelegenheit, die die Gastgeber zuließen. Zu harmlos und ungenau präsentierten sich die Saalfelder, als dass sie die Salzmann und Co im Defensivverbund ernsthaft in Bredouille hätten bringen können. Den Schlusspunkt setzte so wiederum die SG Kaltennordheim/Fischbach: Wiedermal ging´s schnell über Kerschner und Steinmetz und zu schnell für die Lok-Defensive. Sturmführer Kerschner legte vor Avdija uneigennützig quer auf Steinmetz; dieser dankte es mit dem 7:1-Endstand (74.). Die Kaltennordheimer bauen so ihre Serie auf nunmehr neun Spiele ohne Niederlage aus und behaupten ihre Position unter den Top drei der Landesklasse. (doe).

SG Kaltennordheim/Fischbach: A. Salzmann, P. Salzmann, F. Döll, Leutbecher, R. Döll (67. Ruppert.), Markert, Fehringer (75. Quentmeier), Fuß, Wilhelm (83. Friedrich), Kerschner, Steinmetz

FC Lok Saalfeld: Avdija, Schulz (83. Neumeister), Glombik, Warschitschka (72. Falce Peres Guimar), Rudolph, Neumann, Dörfler (46. Knopf), Weiße, Deike, Sablowski, Gessner

Schiedsrichter: Schemann (Sömmerda) Zuschauer: 101

Tore: 1:0 Markert (24.), 2:0 Fuß (25.), 3:0 Kerschner (29.), 4:0 Sablowski (ET, 42.), 5:0 Steinmetz (46.), 6:0 Kerschner (62.), 6:1 Warschitschka (67.), 7:1 Steinmetz (74.)

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Spielbericht der Saalfelder: Quelle: http://www.fc-lok-saalfeld.de/www/lokslf/aktuelles/newsdetails.htm?detail_id=133C20E2FD0 am 20.11.11, 19:15 Uhr

Lok-Elf weiter ohne Aufwärtstendenz

Die erhoffte Überraschung für die Saalfelder in der Rhön blieb am Samstag leider aus und die Erkenntnis immer größer, dass der Klassenerhalt von jeden Spieler und Verantwortlichen die kommenden Monate alles abverlangen wird.

Obwohl es anfangs alles andere als für ein Debakel der Lok-Elf aussah, brachten dennoch alleine fünf Minuten (24’-29’) die Entscheidung der Partie. Bis dato bewegten sich beide Team auf Augenhöhe, wenn nicht sogar die Gäste aus Saalfeld ein wenig mehr Zug in den gegnerischen Strafraum zeigten. Aber die Abwehr der SG arbeitete hochkonzentriert in ihren Reihen und ließ nichts anbrennen. Im Gegenzug und mit der schon angesprochenen 24. Minute begannen die Gastgeber, eklatante Abwehrfehler zu 100% zu nutzen. Markert (24’), Fuß (25’) und Kerschner (29’) machten nicht nur mit drei Toren den Sack vorzeitig schon zu sondern man bewies somit auch den völlig zu Recht dritten Tabellenplatzin der Landesklasse Süd. Auch wenn das 2:0 von Fuß stark nach Abseits roch, ändert dies nichts an dem völligen Durcheinander der Saalfelder Mannschaft in dieser Phase. Dass in solchen Situationen dann meistens noch Pech dazu kommt, unterstreicht das Eigentor zum 4:0 von Sablowski in der 41. Minute, was man ihm aber nicht übel nehmen kann.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit hatte man sich Schadensbegrenzung vorgenommen, musste aber bereits mit dem ersten SG-Angriff das 5:0 durch Steinmetz hinnehmen. Der Anschlusstreffer dann in der 60. Minute durch Warschitschka, der aber wegen Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Wiederum im direkten Gegenzug der zweite Treffer zum 6:0 durch Kerschner (62’), mit dem das Saalfelder Unglück seinen Lauf nahm. Zwar konnte Warschitschka noch den Ehrentreffer in der 67. Minute erzielen aber durch weitere Unordnung und Offenheit im Saalfelder Spiel, musste man sogar noch das 7:1 durch Steinmetz (74’) kassieren. Der Drops war schon lange gelutscht und die Gastgeber schalteten einen Gang zurück, verloren aber bis zum Ende der Partie hin nie den Überblick und fuhren so völlig verdient ihren Heimdreier ein. Ob man gerade am kommenden Samstag gegen den Tabellenführer eine Trotzreaktion sehen wird, kann man nur hoffen und der Mannschaft wünschen.

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