Fortuna scheitert an mangelnder Chancenverwertung

Aufgrund der Überlegenheit der Gäste und der mangelnden Chancenverwertung der gastgebenden Fortuna landeten die Spielzeugstädter in der Rhön einen verdienten Sieg zum Auftakt der Fußball-landesklasse. In der Heimelf fehlten mit Marcus Eisenbach, Daniel Wagner, Mike Steinmetz und Phillip Scheidler vier Spieler aus der Stammformation. „Besonders der Fakt, dass einige meiner wichtigen Abwehrkräfte nicht spielten, erwies sich im ersten Abschnitt als schweres Pfund“, meinte Fortuna Trainer-Reinhard Stopfel nach der Partie. In der Tat! Die schnellen Sonneberger Philipp Langbein und Tim Ehle fanden immer wieder die Pässe aus dem Mittelfeld. Dort wirkte Fabian Dorst als Ideengeber. Ehle stieß immer wieder in die freien Räume im Deckungszentrum der Rhöner. Die Vorlagen von Dorst und seinen Mitspielern im Spielaufbau der Gäste kamen genau und schnell. Bei den Gastgebern stimmte mehrfach der Abstand zu den Stürmern oder die Zuordnung im Deckungszentrum nicht. Dadurch, dass die Sonneberger über beide Flügel nachrückten, verbreiterte sich die Spielanlage. Bereits nach zwei Minuten lag der Ball das erste Mal im Tor der Heimelf. Schiedsrichter Enrico Schmidt entschied bei einem Zweikampf von Ehle mit Kaltennordheims Torhüter Lukas Salzmann auf gestrecktes Bein des FC-Stürmers, der vorher den Ball noch über Salzmann befördert hatte. Nach dem Warnsignal versuchten die Rhöner, zu ihrem Spiel zu finden. Jedoch scheiterten sie immer wieder an den eigenen Fehlern. Besonders die Pässe in die Spitze fanden nicht ihr Ziel und bei den Zweikämpfen im Mittelfeld um den zweiten Ball blieben sie zumeist sieglos. So gelang es den Sonnebergern ziemlich einfach, ihr Konzept durchzusetzen. Das erste Tor fiel nach diesem Muster (22.). Die Elf von Gästetrainer Ronny Röhr eroberte im Mittelfeld den Ball und das Spielgerät gelangte zu Dorst. Dieser leitete schnell in die Spitze weiter. Dort startete Ehle in die Mitte und vollendete abgeklärt zur Führung für die Gäste. Beim zweiten Treffer kurz vor der Pause muss sich Kaltennordheim fragen lassen, warum sie bei einem Freistoß fast am Mittelkreis eine Drei- Mann-Mauer stellten. Natürlich versuchte es Marcel Winkel nicht direkt, sondern flankte in das Kaltennordheimer Abwehrzentrum, wo Vitali Klaus per Kopf vollendete. Nach der Pause sahen die 160 Zuschauer eine andere Fortuna. Die Männer von Trainer Reinhard Stopfel störten jetzt weit in der Hälfte der Sonneberger und unterbanden somit den Spielaufbau der Gäste. Auch der Zug in Richtung gegnerisches Tor stimmte. Nur der Abschluss fehlte bei Daniel Storandt, Christian Dittmar und Co. Sechs „Hundertprozentige“ zählte Stopfel im zweiten Abschnitt. Die Bemühungen der Heimelf stimmten. Wenn aber das Tor nicht gelingt, kann natürlich nichts Zählbares gegen die ambitionierten Gäste eingefahren werden. Reinhard Stopfel zeigte sich trotz der Niederlage nicht unzufrieden. „Aufgrund der ersten Halbzeit geht der Sonneberger Sieg in der für uns schwierigen Saison in Ordnung. Unser Spiel in Halbzeit zwei war anspruchsvoll. Uns fehlten einfach die Tore, um die Wende im Spiel noch zu schaffen“, analysierte Reinhard Stopfel nach der Partie.

Kaltennordheim: L. Salzmann; Giesler , T. Markert, R. Trabert, Ch. Dittmar, Predazzi, Quentmeier (62. Heller), A. Orf, J. Greifzu, S. Bühner, D. Storandt

Sonneberg: L. Heß; R. Kirchner (80. M. Pfeiffer), Ph. Langbein (68. L. Göhring), D. Motschmann, T. Ehle, M. Winkler (68. M. Schulz), F. Dorst, M. Stärker, S. Michel, V. Klaus, K. Zuleger

E. Schmidt (Meinigen)

0:1 Ehle, 0:2 Klaus (44.)

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