Für die Fortuna war mehr drin

Einen nicht unbedingt eingeplanten, aber verdienten Punkt nahmen die Landesklassen-Fußballer der SG Fortuna Kaltennordheim aus dem Gothaer Volksparkstadion mit in die Rhön. Wie im Hinspiel hieß es am Ende der Partie 1:1 unentschieden. Die Kaltennordheimer trauerten vor allem den in der ersten Hälfte vergebenen Großchancen nach. Kurz vor der Pause hatte der in dieser Phase konfus wirkende Gastgeber mehrfach Dusel. Daniel Wagner schnappte sich einen Fehlpass (35.), verzog aber aus zwanzig Metern ebenso wie Christian Dittmar nach einem Steilpass (37.). Und Thomas Markert konnte ein Geschenk von Wacker-Torhüter Marvin Hohmann, der den Ball förmlich auflegte, nicht nutzen. „Da hätten wir den Sack zumachen können“, ärgerte sich Gäste- Trainer Reinhard Stopfel über die schlechte Chancenverwertung. Besser hatte es Fortunas Florian Döll bereits in der 19. Minute gemacht. Bei einem schlecht von Gotha abgewehrten Eckball, als sich die Gastgeber mit zehn Mann im eigenen Sechzehner selbst im Weg standen, fackelte der Kaltennordheimer Abwehrchef nicht lange und markierte aus spitzem Winkel das 0:1. Die Gastgeber boten vor nur 48 Zuschauern eine erbärmliche Leistung in der ersten Halbzeit. In der Abwehr leistete sich Wacker haarsträubende Schnitzer und im Vorwärtsgang fehlten Leidenschaft, Ideen und Ballsicherheit, um die konzentriert verteidigenden Gäste in Schwierigkeiten zu bringen. Nicht eine Torchance konnte sich Gotha bis zur Pause erarbeiten. Auch nach dem Wechsel waren die schnörkelloser agierenden Stopfel-Männer dem zweiten Treffer näher als die Gastgeber einem Tor, doch wiederum verzog Wagner bei einem Konter knapp (53.). Vorausgegangen war ein Gothaer Einwurf, der beim Gegner landete. Es dauerte bis zur 59. Minute, ehe es erstmals vor dem Fortuna- Kasten gefährlich wurde. Eine Vorlage von Wacker-Kapitän Younes El Antaki jagte der einlaufende Marcel Helzig am Pfosten vorbei. Fünf Minuten später behauptete sich Helzig im Strafraum und traf zum zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften 1:1 (64.). In der Folge erwachten die Gastgeber aus ihrer Lethargie, forcierten durch Mittelfeldmotor Stefan Zielasko das Tempo und besannen sich auf ihre Stärken. Wacker war drauf und dran, die Partie zu kippen. Doch der eingewechselte Tom Rost blieb mit seinem lässigen Abschluss an Torhüter Stern hängen (70.) und Dominic Leibs Schuss wurde von Kaltennordheims Stefan Leutbecher auf der Linie abgewehrt (84.). Die letzte Aktion der Partie gehörte noch einmal den Gästen, als Döll es per Kopf versuchte und Hohmann das Remis festhielt. Den Punkt hatten sich beide verdient. Kaltennordheim aufgrund der couragierten ersten Halbzeit, Gotha für einen versöhnlichen Schlussspurt. „Vor dem Spiel hätte ich dieses Ergebnis sofort unterschrieben“, sagte Gäste-Trainer Stopfel, der das Remis nach dem Abpfiff jedoch „ganz klar als Punktverlust“ einstufte.

Gotha: Hohmann; Zitschke (78. M. Rost), Le Duc, Zielasko, Meisel, Lodato (18. Leib), El Antaki, Hoffmann, Reichmuth, Helzig, Heinemann (67. T. Rost).

Kaltennordheim: Stern; Wagner, Fuß, Döll, Markert, Dittmar, Kerschner, Salzmann, Scheidler, Leutbecher (90. Heym), Greifzu.

Schiedsrichter: Ritter (Herbsleben)

Tore: 0:1 Döll (19.), 1:1 Helzig (64.)

Zuschauer: 48

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