Goldenes Tor von Tobias Wilhelm

Wenngleich sich die Keramiker gegenüber der Vorwoche kämpferisch gut eingestellt und wesentlich motivierter präsentierten, war dies doch zu wenig, um im Fußball- Landesklassenspiel gegen die Mannschaft von Reinhard Stopfel zu punkten. Sowohl auf Veilsdorfer Seite (Thiel, Otto, Reimpell) als auch auf der Seite der Gäste (Kerschner, Salzmann) fehlten wichtige Spieler, sodass sich zunächst eine sehr zerfahrene Partie auf dem gut präparierten Veilsdorfer Eichigt entwickelte. Bei vielen hohen Bällen, die bestimmt auf dem Hartplatz das falsche Rezept waren, kam nur selten Spielfluss über mehrere Stationen zusammen. Die Veilsdorfer hatten in der Anfangsphase etwas mehr vom Spiel, konnten dies aber vor dem Gästetor nicht entscheidend umsetzen. Ein erstes Achtungszeichen setzten die Gäste, als Daniel Wagner (11.) mit einem Freistoß von links nur um Millimeter den Torwinkel der Gastgeber verfehlte. Als sich aber im schnellen Umkehrspiel Christoph Langguth (17.) über die rechte Außenbahn durchsetzte und für den im Fünfmeterraum frei stehenden Sören Frischmuth super auflegte, hätte die Führung der Einheimischen fallen müssen, doch aus Nahdistanz scheiterte Frischmuth am gut reagierenden Gästetorhüter Alexander Salzmann. Danach kam mehr Farbe ins Spiel und besonders die Gäste kreuzten einige Male gefährlich vor Steven Brandt auf. Nach einer guten halben Stunde schienen seine Vorderleute eine brenzlige Situation schon geklärt zu haben, doch der agile Thomas Markert schlug von den Ball noch einmal hoch vor das Veilsdorfer Tor. Gleich drei Abwehrspieler der Gastgeber gestatteten dort großzügig Tobias Wilhelm (31.), das Leder zum Tor des Tages über Linie zu bugsieren. Wenig später strich ein Freistoß von Langguth aus 25 Metern denkbar knapp über den Querbalken des Salzmann-Tores und unterstrich so den weiteren Spielverlauf in dem die Schützlinge von Tom Otto nie aufsteckten und sich um den Ausgleich redlich mühten. Sichtbar aber, das die Dörfel, Wirsing und Simon derzeit bei Weitem nicht die Qualitäten vergangener Spielzeiten erreichen können, da trotz aller Bemühungen besonders das Angriffszentrum zu dünn mit echten Stürmern besetzt ist. So gelang den Keramikern, die nach der Pause den Ton angaben, aber vor dem Gästetor nicht zielstrebig genug agierten, in der torgefährlichen Zone nur wenig. Super aber ein Angriff über rechts, als sich Frischmuth durchsetzte und auf den frei stehenden Langguth (78.) flankte. Doch wieder wollte der fällige Ausgleich nicht fallen, da Langguth mit seinem Kopfball aus fünf Metern am erneut toll reagierenden Salzmann scheiterte. Am Ende standen die Gastgeber in einem Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften mit leeren Händen da, wobei aber für den Veilsdorfer Trainer die Erkenntnis bleibt, das sich sein Team noch lange nicht aufgegeben hat und weiter für den Klassenerhalt fighten wird.

Veilsdorf: Brandt; Dorscht, Keller, Kreußel (59. Börner), Wirsing, Simon, Langguth, Frischmuth, Urban (67. Güntzel), Dörfel, Herrmann (72. Otto)

Kaltennordheim: Salzmann; Wagner (90. Waschek), Fuß, Wolf, Quentmeier (72. Bönewitz), Markert, Steinmetz, Dressler, Hartmann, Wilhelm, Leutbecher

Schiedsrichter: Ansorg (Suhl)

Tor: 0:1 Wilhelm (30.); Zuschauer: 160

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