Hausaufgabe gelöst

Mit diesem Heimsieg bewahren sich die Rhöner ihre theoretische Chance auf den Staffelsieg. Voraussetzung: Der SV Grün-Weiß Gospenroda patzt am letzten Spieltag oder kommt über ein Remis nicht hinaus. Die Kaltennordheimer sind am letzten Spieltag zum Zusehen verdammt und werden sicherlich nach Gospenroda reisen, um den dort aufspielenden Apfelstädtern die Daumen zu drücken. Um im Rennen um den Staffelsieg und damit den Aufstieg in die Landesklasse zu bleiben, musste dieser Sieg her. Dementsprechend mutig und entschlossen begannen die Männer um SG-Spielertrainer Thomas Markert auch. Dabei mussten sie bereits nach vier Minuten eine Schrecksekunde überstehen. Doch ihr Torhüter Justin Witzel parierte gedankenschnell einen gefährlichen Kopfball von Maximilian Hirschel. Danach aber kam die Fortuna auf Betriebstemperatur und ihre frühe 1:0-Führung verlieh ihr Sicherheit in ihren Aktionen. Daniel Wolf wurde im Strafraum gefoult und William Heß verwandelte den Elfmeter sicher. (7.) Kurz danach schloss Wolf einen guten Angriff mit einem gekonnten Schuss aus der Drehung ab. Der Ball landete genau am Winkelkreuz. Wenig später war er aber doch erfolgreich. Nach einer Ecke reagierte er aus dem Gewühl heraus am schnellsten und erhöhte auf 2:0 (18.). Die Gäste mühten sich, dagegenzuhalten, wirkten aber bei ihren Gegenstößen zu umständlich und unentschlossen, um die RSV-Abwehr in Schwierigkeiten zu stürzen. Lediglich der Schuss des frei stehenden Julian Binder, der knapp über die Latte strich, wies Torgefahr auf (31.). Nach dem Seitenwechsel nutzte der agile William Heß eine Schaltpause der Mosbacher Hintermannschaft, um das Leder zum 3:0 über die Linie zu drücken (48.). Damit schien alles in den erhofften Bahnen für die Rhöner zu verlaufen. Das stellte sich jedoch wenig später als großer Irrtum heraus. Man muss den Gästen ein großes Lob zollen, dass sie bei diesem klaren Rückstand nicht klein beigaben, obwohl es für sie tabellarisch um nichts mehr ging. Andy von Roda sorgte mit einem Freistoß von der 16-Meter Linie für das 1:3 (52.) und Kevin Spittel machte zwei Minuten später den Doppelschlag perfekt (54.). Damit war plötzlich wieder das große Nervenflattern bei den Gastgebern angesagt, die Unsicherheit war bei fast jeder Aktion spürbar. Mosbach besaß in dieser Phase deutliche Vorteile. Angetrieben von ihrem besten Spieler, Andy von Roda, erarbeiteten sie sich einige gute Chancen (60./65.). Und als Torhüter Witzel sich auch vom Durcheinander seiner Vorderleute anstecken ließ und nach einer Ecke unmotiviert den Kasten verließ, fand der Kopfball von Hirschel den Weg ins verwaiste Tor zum 3:3-Ausgleich (68.). Der Fortuna blieb nichts anderes übrig, als sich noch einmal auf die Jagd nach dem vollen Erfolg zu machen. Sie stabilisierte sich wieder und griff beherzt an. Es entwickelte sich eine unterhaltsame Partie mit schönen Aktionen auf beiden Seiten. William Heß war es vergönnt, mit seinem dritten Treffer die Gastgeber jubeln zu lassen, als er eine starke Vorarbeit von Thomas Markert veredelte (77). Aber noch war die Fortuna nicht durch. Mosbach wehrte sich und bei mehreren gefährlichen Freistößen von Andy von Roda hing der so wichtige knappe Sieg am seidenen Faden.

Kaltennordheim: Witzel, Heller, Wolf, (86. Heym), Giesler, Markert, Trabert, Eisenbach, Lehmann (66. Arndt), Wichler, Heß, Salzmann

Mosbach: Haaß, Bruder (79. Raber), Spittel, F. Brandan, Bindel, Hirschel, Urban, Th. Brandan, Y Peterhäusel, Ph. Peterhäusel, von Roda

Daniel Vollmann (Waltershausen)

1:0 Heß (7. / Foulelfmeter), 2:0 Wolf (18.), 3:0 Heß (48.), 3:1 von Roda (52.), 3:2Spittel (54.), 3:3 Hirschel (68.), 4:3 Heß (77.)

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