In Unterzahl einen Punkt erkämpft

Torlos endete das auf Niveau stehende Rhönduell in der Fußball-Landesklasse Süd zwischen Herpf/Helmershausen und der SG Kaltennordheim/Fischbach. Die über weite Strecken ausgeglichene Begegnung hatte ihre Höhepunkte jeweils in der Schlussviertelstunde der beiden Halbzeiten. Die Hausherren konnten eine knapp zwanzigminütige Überzahl nach der Gelb-Roten Karte für Enrico Wilhelm nicht nutzen. Die Gäste hatten zu Beginn mehr vom Spiel. Als die Herpfer sich erstmals aus der Umklammerung lösen konnten, brannte es aber gleich lichterloh im Strafraum der Kaltennordheimer. Röll tauchte frei vor Kaltennordheims Torhüter Zipperer auf, der blieb aber Sieger (10.). Gegen weiter mehr in das Spiel investierende Gäste wartete die Heimelf auf Fehler, um dann jeweils blitzschnell umzuschalten. Oft gelang das nicht, da die Abwehr der Gäste sehr aufmerksam agierte. Insgesamt verschoben die Kaltennordheimer geschickt und provozierten so oft Ballverluste im frühen Stadium des Spielaufbaus aufseiten der Gastgeber. Diese spielten auch oft zu ungenau. Aus dieser Spielkonstellation ergaben sich eine Reihe von Chancen für die Kaltennordheimer. Die Herpfer Abwehr wirkte nicht immer sicher. Ein Freistoß von Kerschner ging über das Tor (32.), Wilhelms Solo konnte gestoppt werden (34.) und Wagners Schuss verfehlte das Gehäuse von Möhring (36.). In der 39. Minute traf Kerschner bei einem weiteren Freistoß nur das Außennetz. So richtig zwingend war das alles aber nicht. Nach dem Seitenwechsel prüfte Nier den Gästeschlussmann mit einem Freistoß, aber der war auf der Hut (48.). Es entwickelte sich ein phasenweise sehr zerfahrenes Spiel, mit vielen Abspielfehlern und Ungenauigkeiten. Erst nach einer knappen Stunde wurde die Partie wieder besser. Die beste Chance des Spiels hatten die Gäste, als Dittmar Wilhelms Eingabe vor dem Kasten nur um Zentimeter verpasste (61.). Auf der Gegenseite wurde Kämmers Schuss geblockt. In der 68. Minute sah Wilhelm die Gelb-Rote Karte. Eine sehr harte Entscheidung, zumal der Unparteiische kurz davor Herpfs Kämmer verschonte. Insgesamt machte das Schiedsrichtergespann nicht immer eine gute Figur. Von einigen fragwürdigen Abseitsentscheidungen profitierten vor dem Seitenwechsel die Herpfer und danach die Gäste. In der verbleibenden Zeit in Überzahl erhöhte Herpf den Druck. Einzig der 20-Meter-Schuss von Hofmann, den Zipperer glänzend parierte (82.), und ein Freistoß von Hasenstab, der knapp über die Latte strich (88.), sorgten aber für echte Torgefahr. Letztlich blieb es beim alles in allem gerechten Remis. Am Ostermontag steht für die Kaltennordheimer das Nachholspiel gegen den VfL Meinigen, der bekanntlich überraschend in Schweina zu drei verdienten Punkten kam. Keine leichte Aufgabe also für die Männer von Kaltennordheims Trainer Reinhard Stopfel.

Herpf: Möhring; Böhm, Zöller, Blümke, Hofmann, Nier, Damm, Müller, Esser (84. Hasenstab), Röll, Kämmer (66. Fuchs)

Kaltennordheim: Zipperer; Fuß, Wolf, Markert, Steinmetz, Wagner (90. Bönewitz), Wilhelm, Leutbecher, Dressler, Kerschner, Dittmar

Schiedsrichter: Gäbler (Vieselbach);

Zuschauer: 280

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