In Unterzahl noch ausgeglichen

Mit einem 1:1-Unentschieden endete das Duell zwischen den im oberen Tabellendrittel der Fußball-Landesklasse angesiedelten Teams SG FSV Viernau und der SG Kaltennordheim. Die auswärtsstarken Gäste kamen mit der Empfehlung von vier Auswärtssiegen und insgesamt 18 Pluspunkten ins Haseltal. Rein spielerisch ließ das Team von Trainer Reinhardt Stopfel auf dem ungewohnten Viernauer Hartplatz viele Wünsche offen. Zudem schickte der Unparteiische Johannes Drößler aus Gotha Leutbecher mit Gelb-Rot 16 Minuten vor dem Ende vorzeitig in die Kabine. Viernau profitierte davon kaum und kassierte in Unterzahl noch den Ausgleich. Eine sogenannte hundertprozentige Torchchance gab es während der gesamten 90 Minuten nicht für den Gast zu notieren. Immer wieder scheiterten die in der zweiten Hälfte optisch deutlich überlegenen Gäste an der klug und tief gestaffelten FSVAbwehr. Die Gastgeber waren im Anschluss an den ersten Eckstoß von Schulz von der rechten Seite durch Hoffmann nach 24 Minuten in Führung gegangen. Zuvor (22.) hatte Stern im Tor der Gäste bei einer Aktion von Tödtmann mit einer Glanzparade einen Gegentreffer bereits verhindert. Auch bei dem Angriff unmittelbar nach dem Treffer der Gastgeber waren die Gäste im Glück, als Liebaug den Ball im Strafraum nicht richtig unter Kontrolle bekam. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit fand Kaltennordheim besser ins Spiel, aber klare Einschussmöglichkeiten gab es auch da aus der Sicht der Fortuna nicht zu notieren. Zudem war es schwierig auf dem Hartplatz klasse Fußball zu spielen. Meist dominierte der Kampf. Auch die Gastgeber machten diesbeüglich nur in der Anfangsphase eine Ausnahme. Das nasskalte ungemütliche Wetter passte zum Niveau dieses Derbys. Die zweite Hälfte ging klar an die Gäste. Viernau stand viel zu tief in der eigenen Hälfte und versuchte wie schon in einigen anderen Spielen zuvor diesen mageren Vorsprung zu verwalten oder über die Zeit zu retten. „Wir haben einfach hinten zu tief dringestanden. Das ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Nach vorn ging in der zweiten Hälfte gar nichts. So etwas wird nicht selten bestraft. Wir haben es uns selber schwer gemacht“, sagte ein frustrierter Viernauer Trainer Daniel Brandt nach dem Spiel. In Unterzahl kam Kaltennordheim durch einen von Fuß sicher verwandelten Foulstrafstoß fünf Minuten vor Schluss noch zum Ausgleich. Nach der Partie kochten die Emotionen besonders beim Viernauer Schlussmann Weisheit hoch: „Wenn der Schiedsrichter das Foul gegen uns in der umkämpften Schlussphase mit einem Elfer ahndet, dann muss er aber auch bei der gleichfalls elfmeterreifen Abwehr eines Kaltennordheimers gegen Hoffmann in der ersten Halbzeit auf den Punkt zeigen. Hier ist mit unterschiedlichen Maßen gemessen worden“, schimpfte der Schlussmann. Trainer Reinhard Stopfel wiederum sprach von einem verdienten Unentschieden.

Viernau: Weisheit; Schmidt, Jahn, Tödtmann, Schulz, N. Hannes, Kirchner, Liebaug, Hoffmann, Stegmann, Funk.

Kaltennordheim: Stern; Wagner, Fuß, Wolf, Dittmar, Eisenbach (46. Möller), Kerschner, Steinmetz, Bäuml (46. Markert), Salzmann, Leutbecher (74. Gelb-Rot).

Schiedsrichter: Drößler (Gotha) – 120

Tore: 1:0 Hoffmann (24.), 1:1 Fuß (85./FE).

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