Kaltennordheimer zu brav

Gegen die favorisierte SG Kaltensundheim gewannen die Fußballer des SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz auf dem Hartplatz an der „Biene“ verdient. Isolator-Trainer Lars Sauer hatte von seinen Jungs gefordert, die in Struth verlorenen Punkte mit mehr Cleverness im Spiel nach vorne zurückzuholen. „Auf das Wesentliche konzentrieren“, war seine Forderung gegen einen keineswegs leichten Gegner. Zehn Minuten beschnupperten sich zunächst beide Mannschaften und gaben dabei jeweils nur Distanzschüsse ab. Gefährlich wurde es erstmals, nachdem Kuot einen Freistoß von der Mittellinie in den SG-Strafraum verlängerte, wo Torjäger Gelbricht aus spitzem Winkel an den Außenpfosten köpfte. Doch auch auf der anderen Seite hatte niemand großen Ängste auszustehen. Lediglich ein Kopfball aus Nahdistanz flog weit am Isolator-Kasten vorbei wie wenig später Klaus Meusels Schussversuch auf der anderen Seite. So hatten zwar die Gastgeber die Ratschläge ihres Trainers beherzigt, die Kaltennordheimer früh beim Spielaufbau zu stören und das sichere Kombinationsspiel des Gegners nicht zuzulassen, doch nur wenig klare Chancen sprangen dabei heraus. Die Gäste machten zu Beginn der zweiten Halbzeit mächtig Druck, ließen sich aber nach wie vor von der kompakt stehenden Iso-Abwehr ausspielen. Zudem häuften sich auch die Foulspiele auf beiden Seiten. Lautstark meldeten sich jetzt auch die Fans zu Wort und kommentierten heftig die Schiedsrichterleistung. Torgefährlich wurde es erst wieder, als Steffen Motschmann nach feinem Doppelpass mit Ehnes frei zum Schuss kam, aber das Tor von Zipperer knapp verfehlte (68.). Schließlich setzte sich Schmidt an der Außenlinie energisch durch, passte per Außenrist flach auf den einlaufenden Ehnes, der die Kaltennordheimer Abwehr samt Torhüter auf sich zog. Dabei kam Kuot urplötzlich an den Ball, vernaschte seinen Bewacher und schob das Leder ins leere Tor (1:0/ 72.). Vehement, aber dennoch nicht zielstrebig genug, suchten die Gäste nach einer Antwort – vergebens. Als in der Schlussminute Ehnes einen Freistoß von der Mittellinie Richtung Tor beförderte, musste Zipperer prallen lassen. Diesmal stand Ehnes goldrichtig und schob zum 2:0 (90.) ein. So hatte der SV Isolator technisch besser agierende Gäste am Ende mit einer kämpferisch tollen Leistung niedergerungen.

Neuhaus-Schierschnitz: R. Meusel, K. Meusel, Wohlleben, L. Schmidt, S. Gelhaar, M. Gelhaar (77. Chouguine), Kuot, S. Motschmann, Gelbricht (63. Lippmann), Ehnes (90. Malter), D. Motschmann

Kaltennordheim: Zipperer, Wagner, Fuß, Wolf, Leutbecher, Markert, Dittmar (81. Bäuml), Eisenbach, Kerschner, Steinmetz, L. Salzmann

Schiedsrichter: Mühlberg (Erfurt),

Tore: 1:0 Kuot (72.), 2:0 Ehnes (90.);

Zuschauer: 123,

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