Rhöner bei großer Hitze unterlegen

Als einzige Mannschaft des Landkreises Sonneberg ist der SG SV 08 Steinach der Sprung in die zweite Hauptrunde des Fußball-Landespokals geglückt. Zugegeben, während es der 1. FC Sonneberg mit einem Oberligisten (Einheit Rudolstadt) und der Landesklasse-Neuling Effelder gar mit einem Regionalligisten (Wacker Nordhausen) zu tun bekamen, mussten die Steinacher „nur“ gegen den Ligarivalen Fortuna Kaltennordheim bestehen. Auf heimischem Rasen fehlten bei den 08ern mit Wild, Weigelt, Paul, F. Barthelmann, K. Eichhorn und dem erfolgreichen Sturmduo Gottschalk und Hopf jedoch gleich sieben wichtige Akteure. „Rumjammern bringt nichts. Jetzt können sich eben auch mal andere Spieler beweisen“, sagte Trainer Ronny Röhr noch im Vorfeld der Partie. Zudem hatte auch Gästetrainer Reinhard Stopfel eine Vielzahl an Stammspielern zu ersetzen. Die Steinacher kamen nach schleppendem Beginn – bei Außentemperaturen von 35 Grad im Schatten – erstmals nach 25 Minuten gefährlich vor das Gästetor. Roß scheiterte jedoch nach Ecke aus kurzer Distanz an Fortuna-Torhüter Stern. Fünf Minuten später entschärfte auf der anderen Seite Schlussmann Dreilich einen 30-Meter-Schuss. Bis zur Halbzeit versuchte die Heimelf mit langen Bällen die dicht gestaffelte Gästeabwehr in Verlegenheit zu bringen. Ohne Erfolg. „Zur Halbzeit habe ich Jan Möller eingewechselt. Mit ihm und Eike Gröger hatten wir nun zwei schnelle Männer in der Spitze“, sagt Röhr. Und diese Einwechslung macht sich bezahlt. Nach 50 Minuten zog Möller aus zwölf Metern ab. Keeper Stern konnte den Ball gerade noch an den Pfosten lenken. In der 57. Minute tauchte Möller erneut im Strafraum auf. Diesmal konnte er nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelt S. Wenke. Wenig später schickte Möller Nico Sesselmann auf die Reise, der Stern überlistete und aus 25 Metern auf 2:0 (75.) erhöhte. Spannende Schlussphase Die Partie schien entschieden. Doch der Schein trog. Fortuna-Spieler Scheidler kam nach einem zu kurzen Abschlag von Dreilich ans Leder, fackelte nicht lange und traf sehenswert aus knapp 40 Metern Torentfernung. Und damit nicht genug: Kurz vor Abpfiff gelingt der Fortuna sogar der Ausgleich – doch der Linienrichter entscheidet auf Abseits. „Das war wohl eine Fehlentscheidung. Auch einige Steinacher haben das so gesehen“, gesteht Röhr und ergänzt: „Dennoch geht unser Sieg völlig in Ordnung. Wir haben uns letztlich einfach viel mehr Chancen erarbeitet.“ Am kommenden Sonntag geht es für die Kaltennordheimer im Punktspielalltag weiter. Zu ersten Heimspiel der neuen Saison empfangen sie den ersten Tabellenführer, den FSV 06 Ohratal, der seine Heimstätte in Ohrdruf hat.

Steinach: Dreilich; D.Wenke, S.Wenke, Telser, Petermann, Roß, Loranz, B. Sesselmann, Gröger (75. Leipold), N. Sesselmann, Frommann (46. J. Möller)

Kaltennordheim: Stern; Döll, Markert, Giesler (80. D. Ender), Steinmetz, Bäuml (70. P. Ender), Salzmann, Quentmeier, Scheidler, Eisenbach (80. Heym), Dittmar

Schiedsrichter: Bürger – Tore: 1:0 S.Wenke (56.), 2:0 N. Seselmann (67.)

Zuschauer: 85

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