Rhöner Elf macht mächtig Druck

Der Landesklassen- Aufsteiger aus Sonneberg konnte froh sein, wenigstens den einen Zähler mit nach Haus nehmen zu können, den sie sich durch die beiden Tore in der ersten Halbzeit erarbeitet hatten. In der zweiten Halbzeit sahen sie gegen laufstarke Kaltennordheimer kaum noch einen Stich. Die Sonneberger machten zu Beginn der Partie das Spiel. Mit langen Bällen versuchten sie, die Defensive der Gastgeber zu überwinden. Das klappte zunächst auch prächtig. Das 0:1 entstand jedoch nach einer anders gearteten Situation. Ein Zusammenspiel zwischen zwei Kaltennordheimer Defensivakteuren ging schief. Der Sonneberger Kapitän Markus Büchner schnappte sich den Ball und schoss in Richtung Kaltennordheimer Gehäuse. Torhüter Sebastian Krause bekam das Leder zu fassen, allerdings erst hinter der Linie. In der vierten Minute gingen somit die Gäste in Führung. Nach einem klasse Anspiel von Büchner verstolperte Andy Marsiske eine Riesenchance vor dem SG-Kasten (21.). Die Kaltennordheimer benötigten mehr als zwanzig Spielminuten, um sich auf die Konter-Spielweise der Sonneberger Elf mit deren langen Bällen in die Spitze einzustellen, und die schnellen Leute Rico und Andy Marsiske, Martin Friedrich und Markus Büchner „abzumelden“. Das gelang den Rhönern nach knapp einer halben Stunde Spielzeit immer besser. Nach einem Handspiel eines Sonneberger Abwehrspielers im eigenen Strafraum entschied der gut leitende Schiedsrichter Enrico Schmidt aus Meiningen auf Elfmeter für Kaltennordheim (31.). Kai Kerschner ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und vollstreckte den Strafstoß klasse. Die Gäste ließen sich davon jedoch noch nicht einschüchtern, sondern taten ihrerseits das Nötige, um die erste Halbzeit ausgeglichen zu gestalten. Kaum hatten die Gastgeber das 1:1 geschafft, klingelte es wieder im Kasten der Rhöner. Büchner erlief sich eine Vorlage und zog aus zwanzig Metern mal eben trocken ab. Das Leder flog über die Rhöner Abwehrreihe und Schlussmann Krause streckte sich vergebens (1:2/ 34.). Ruckzuck war die SG Sonneberg wieder im Vorteil. Vor der Pause hatte der Kaltennordheimer Robin Wieber per Kopfball aus guter Position noch eine schöne Chance, vergab diese aber (42.). Auch zwei Kerschner-Freistöße kurz danach brachten nichts ein. Während die Platzherren ihren Pausentee zu sich nahmen, machte sich deren Trainer Andy Möller auf dem Spielfeld warm. Die Ansprache in der Kabine übernahm jemand anders, aber sie schien zu fruchten. Nach dem Seitenwechsel legten die Kaltennordheimer ein Tempo vor, dass dem Aufsteiger aus der Spielzeugstadt Hören und Sehen verging. Ihre Kontermöglichkeiten in den zweiten 45 Minuten konnte man an einer Hand abzählen. Am Drücker war nur noch die SG Kaltennordheim. Die Gastgeber kämpften um jeden Ball, blieben bei den Torwartabschlägen meist Sieger, kombinierten sich bis an den Gästestrafraum, erspielten sich dadurch eine Vielzahl an Torchancen und setzten das von Benjamin Wichmann gehütete Tor unter Druck. Schon zehn Minuten nach Wiederanpfiff belohnten sich die Platzherren für ihre Bemühungen. Einen Eckball beförderte Rico Quentmeier halbhoch in den Sechzehner. Kerschner erwischte den Ball mit dem Kopf und wuchtete das Leder in die Maschen. Der 2:2-Ausgleich war den Kaltennordheimern nicht genug. Sie versuchten alles, um den Siegtreffer zu erzielen und erhöhten den Druck auf die Gäste-Elf. Die bekam in der Defensive mächtig Arbeit und konnte sich erst in der Schlussphase etwas aus dem Klammergriff befreien. Während die Sonneberger froh über den einen hart erkämpften Punkt waren, trauerten die Rhöner ihren vergebenen Chancen nach.

Kaltennordheim: Krause; Heller, Quentmeier, Markert, Kerschner, Dittmar, Wieber (60. Ditzel), Salzmann, Wichler, Heß, Zipperer (53. Möller)

Sonneberg: Wichmann; Kania, Knerr, Wendel, Bauer, Gruber, Fritzlar (74. Gundermann), R. Marsiske, A. Marsiske, Friedrich (35. Schymura), Büchner

E. Schmidt (Meiningen)

0:1 Büchner (4.), 1:1 Kerschner (FE, 31.), 1:2 Büchner (34.), 2:2 Kerschner (56.)

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