Tabellenführer siegt im Rhönduell

Ein wichtiger Sieg gelang der SG Borsch/Geismar im Rhönderby in der Fußball- Landesklasse Süd bei der SG Kaltennordheim. Der Tabellenführer gewann die Partie mit 3:2 Toren. Von Thomas Dröge Kaltennordheim – Der Gästetrainer Andreas Herzberg war froh über die drei gewonnenen Punkte und fand nach der Begegnung anerkennende Worte für die SG RSV Fortuna Kaltennordheim. „Der Gastgeber hat ein gutes Spiel gemacht und uns alles abverlangt“, stellte er fest. Und er lag mit seiner Einschätzung richtig. Die umkämpfte Partie war bis zum Abpfiff offen. Borsch/Geismar erwischte einen optimalen Start. Bereits in der neunten Minute gelang den Gästen die 1:0-Führung durch Martin Gimpel. Zuvor setzte sich Thomas Seng auf dem linken Flügel durch. Seine Eingabe auf Andreas Göb leitete dieser weiter auf den Torschützen, der den Ball überlegt einschob. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass die Zuordnung in der Abwehr der Hausherren nicht stimmte. Vornehmlich bei Angriffsversuchen der Borscher über die rechte Abwehrseite der Mannschaft aus Kaltennordheim hatte die Heimmannschaft zahlreiche Probleme. Nach der frühen Gästeführung versuchte Kaltennordheim, mit Leidenschaft in das Spiel zu finden. Dabei fabrizierten sie allerdings im Vorwärtsgang zu viele Ballverluste. Borsch störte mit Gimpel, Marius Bittorf und Göb früh den Spielaufbau, um selbst entweder mit schnellem Direktpassspiel oder nach Pässen in die Tiefe auf die Offensivkräfte gefährlich vor dem Tor von Rico Quentmeier aufzutauchen. Einen dieser Pässe von Göb in den Rücken der Abwehr erlief sich Bittorf imRSVStrafraum. Nach Zusammenprall mit Quentmeier entschied Schiedsrichter Marcel Kißling auf Elfmeter. Nicht nur diese Entscheidung fand bei Heim-Trainer Reinhard Stopfel wenig Gefallen. Lorenz Wiegand verwandelte sicher vom Punkt (23.). In dieser Phase sah es so aus, als wenn der Spitzenreiter mit relativ wenig Aufwand die Partie sicher über die Runden bringen würde. Zu abgeklärt im eigenen Spielaufbau, oft aus der Defensive mit Stefan Kirchner und Thomas Loos eingeleitet, wirkte die Mannschaft von Andreas Herzberg und wartete auf die Fehler der SG Fortuna. Aber der Schein sollte trügen. Wenn auch bei den Hausherren weiterhin nicht alles gelang, kamen sie in den letzten zehn Minuten besser ins Spiel. Der Lohn dafür war der Anschlusstreffer von Thomas Markert, der eine Kopfballablage von Maik Steinmetz aus acht Metern verwandelte. Da war die ansonsten in der ersten Halbzeit sicher stehende Borscher Abwehr schlecht positioniert. Kurz vor der Pause bot sich Bittorf für die SG die große Chance, den alten Abstand wieder herzustellen. Er verzog aus Nahdistanz (42.) Mit neuer Motivation nach der Kabinenansprache von Stopfel ging die Heimelf in den zweiten Abschnitt und erspielte sich einige gute Tormöglichkeiten. Bei einer Eingabe von Markert standen seine Mitspieler im Angriffszentrum zu schlecht postiert oder der Vorbereiter hätte selbst abschließen müssen (55.). Dittmar verfehlte mit dem Kopf nach Flanke von Kerschner nur knapp das Borscher Tor. (67.). Besser machten es die Gäste. Wieder Gimpel war für seine Mannschaft erfolgreich. Nach einem Freistoß von Wiegand in den Kaltennordheimer Strafraum köpfte Daniel Wagner den Ball aus fünf Metern an den Pfosten. Die Kugel landete beim Borscher Stürmer, der den Zwei-Tore Abstand wieder herstellte (71.). Aber auch das war noch nicht die Entscheidung. Die Stopfel-Elf wehrte sich und brachte in den letzten zehn Minuten die Borscher Abwehr mehrfach in Verlegenheit. In der 88. Minute erzielte Kerschner mit einem Kopfball nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld den 2:3-Anschlusstreffer. Stopfel hatte nicht erst jetzt seine Viererkette aufgegeben. Der Ausgleich sollte trotz einiger Möglichkeiten nicht gelingen. Reinhard Stopfel schätzte nach der Begegnung ein: „Es war ein heißumkämpftes Derby, leider von einem sehr schwachen und überforderten Schiedsrichter geleitet. Der Sieg der Gäste ist glücklich, aber keinesfalls unverdient. Sie waren einen Tick cleverer.“ Andreas Herzberg meinte: „Das war die erste von drei schwierigen Auswärtsaufgaben. Und in einem Derby ist es immer schwer, sich zu behaupten, auch für einen Tabellenführer.“

Kaltennordheim/Fischbach: Quentmeier, Wagner, Fuß, Wolf, Markert, Dittmar, Kerschner, Steinmetz, Dittmar, Wilhelm, Leutbecher

Borsch/Geismar: Kiel; Kraus, Kirchner; Kimpel, Loos, Wiegand, Gimpel (82. Rommel), Bittorf (90. Golz), Göb, Seng, Sauer

Schiedsrichter: Kißling (Wasungen),

Tore: 0:1 Gimpel (9.), 0:2 Wiegand (FE, 23.), 1:2 Markert (38.), 1:3 Gimpel (71.), 2:3 Kerschner (88.)

Zuschauer: 310

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