Tolle Kulisse sieht ein verrücktes Spiel

Vor der prächtigen Kulisse von über 300 Zuschauern lieferten sich beide Mannschaften ein tolles, umkämpftes Nachholspiel der Fußball-Landesklasse Süd, in dem sich die SG in letzter Minute durchsetzte. In einer unterhaltsamen Partie erspielte sich die SG nach deutlicher Überlegenheit ein Übergewicht im Mittelfeld und ein Chancenplus gegenüber den in der ersten Halbzeit zu passiven Gästen. Es dauerte allerdings bis zur 18. Minute, bis Markert eine Kopfballvorlage von Gödde nach Standardsituation über die Linie drückte. Kurz darauf erhöhte Dressler nach schöner Vorarbeit des agilen Markert mit einem Schuss in den Winkel (25.). Eine Unachtsamkeit der gedanklich noch jubelnden Heimelf ermöglichte Steinach einen einfachen Angriff vom Anstoßpunkt weg, der über die rechte Seite vorgetragen wurde und nach präziser Flanke vom gut aufgelegten Paul zum Anschlusstreffer per Kopf vollendet wurde (26.). Nach diesem Fauxpas übernahm Kaltennordheim wieder die Kontrolle über Spiel und Gegner und konnte die Überlegenheit noch vor der Pause in ein verdientes 3:1 ummünzen. Markert wurde durch feinen Doppelpass mustergültig von Kerschner freigespielt und stellte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze mit dem Pausenpfiff den alten Abstand wieder her (44.). Als Kerschner nach dem Seitenwechsel einen Eckstoß von Roberto Döll zum 4:1 vollendete, schien das Spiel entschieden (59.) Gästetrainer Häusel reagierte umgehend. Er löste die Viererkette auf und brachte mit Zeh einen zweiten Stürmer, der wiederum unmittelbar nach einem Heimtor das 2:4 erzielte (60.) Plötzlich bekam Steinach die zweite Luft. Die SG zeigte sich beeindruckt und kassierte folgerichtig das 3:4. Der starke Paul erzielte sein zweites Kopfballtor (66.). Es folgten Minuten der Verunsicherung der Kaltennordheimer, die das sicher geglaubte Spiel aus der Hand gaben. Zwar hatte Kerschner die Vorentscheidung auf dem Fuß, aber sein Schuss aus der Grätsche heraus verfehlte das Ziel knapp (64.). Ein Freistoß von Sesselmann aus zentraler Position brachte den aus Gästesicht nicht unverdienten aber glücklichen Ausgleich (66.). Als sich bei dem aufgrund des 451. Heiratsmarkts gut besuchten Spiel alles auf ein Unentschieden einstellte, gab es noch mal Eckstoß für die Hausherren. Dieser rutschte an Freund und Feind durch und der am langen Pfosten lauernde Wolf drückte den Ball mit Wucht zum viel umjubelten 5:4 über die Linie (88.). Der dritte Treffer nach Standardsituation für die Heimelf sollte der Schlusspunkt eines umkämpften Spiels sein. Die Rhöner rangen einen starken Tabellenzweiten nieder und können im kommenden Heimspiel die aufsteigende Form gegen die SG Borsch/ Geismar bestätigen.

Kaltennordheim: A. Salzmann, A. Fuß, S. Leutbecher, F. Döll, J. Wolf, T. Markert, R. Gödde, R. Döll, R. (84. M. Steinmetz), E. Dressler, D. Wagner,K. Kerschner

Steinach: Knoch, Pflügner, Wenke, Sommer, Lorenz (59. Zeh), Sesselmann, Barthelmann, Groeger, Paul, Hopf, Wachsmuth

Schiedsrichter: Steven Greif (Westhausen)

Tore: 1:0 Markert (18.), 2:0 Dressler (25.), 2:1 Paul (26.), 3:1 Markert (44.), 4:1 Kerschner (56.), 4:2 Zeh (60.), 4:3 Paul (66.), 4:4 Sesselmann (71.), 5:4 Wolf (88.) Der Kaltennordheimer DanielWolf (r.) erzielte den Siegtreffer.

Zuschauer: 342

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