Torfestival in Marksuhl: 20 Minuten Dominanz – 15 Minuten Nervenflattern – und eine mega-spannende zweite Halbzeit

Bei wechselhaftem Aprilwetter trat man die letzte Punktspielreise dieser Saison an. Leider erfolgte quasi kurz vor Abfahrt wieder eine Absage, so dass wir mit 9 Spielerinnen in Marksuhl gegen einen starken Gegner antreten mussten. Bisher konnten wir noch kein Spiel für uns entscheiden, so dass Marksuhl als klarer Favorit auf dem Plan stand. Allerdings waren die letzten  Spiele unserer Mannschaft wirklich sehr gut, so dass man – trotz des teilweise widrigen Wetters  und der negativen Bilanz gegen den Gegner- mit viel Selbstvertrauen startete. Eine Umstellung gegenüber dem vorherigen Spiel erfolgte in der Abwehr, hier spielte L. Walter statt ihrer Schwester C. Walter, die leider – ebenso wie D.Schmidt – nicht mit von der Partie war. So wurde die Abwehr mit den „alten Hasen“ – M. Denner, L.Walter und K.Pabst besetzt. Davor agierten M. Henke und R. Lenke und als einzige Spitze stürmte heute von Beginn an L. Hepp. Das System sollte sich als sehr erfolgsversprechend herausstellen. Wie in den Spielen zuvor, kam man wieder sehr gut ins Spiel und agierte sehr stark über die außen.  Bereits in der 2. Minute fiel das erste Tor. K.Pabst entdeckte einmal mehr ihren Torjägerinstinkt und schaltete als Erste, als die Torhüterin – immerhin keine geringere als S. Führer – den Ball nur abprallen lies und R. Lenke, nach Zusammenspiel mit L.Walter , eine Sahnevorlage hereinspielte. Das 0:1 war bereits ihr drittes Tor in den letzten 2 Spielen. Man rieb sich als Zuschauer verwundert die Augen – war doch der Jubel über das erste Tor noch nicht verklungen – musste S. Führer schon zum 2. Mal hinter sich greifen. Nur 2 Minuten nach dem 0:1  kombinierten sich R. Lenke, L.Hepp und M.Henke quasi im Spaziergang vor das gegnerische Gehäuse und R. Lenke konnte locker zum 0:2 einschieben. Das vermeintlich „leichte“ Toreschießen verleitete nun jedoch leider zu einigen Unkonzentriertheiten, so dass Marksuhl besser ins Spiel kam. Sie konnten sich relativ einfach die ersten kleineren Möglichkeiten erspielen. Auf dem kurzen, aber sehr breiten Platz hatten wir einige Probleme, die langen Bälle gut zu verteidigen. Das nutzten die Gegnerinnen clever aus und lauerten immer auf die zweiten Bälle – welche sie meistens auch bekamen. Jedoch fielen die Abschlüsse häufig zu überhastet aus, so dass die harmlosen Distanzschüsse entweder weit das Gehäuse verfehlten oder sichere Beute von A. Matthes waren. Dennoch fiel in der 20. Minute das 0:3 – erneut schlug R. Lenke zu – diesmal nach einem Sahnepass von M. Henke, die im Übrigen auch wieder ein sensationelles Spiel ablieferte. Nur kurze Zeit später entstand quasi eine Kopie dieser Szene, S. Führer eilte aus dem Tor, um Schlimmeres zu verhindern. R. Lenke erkannte die Situation sofort, überlupfte die Torfrau, jedoch leider auch das Gehäuse, so dass es zunächst beim 0:3 blieb. In einem offenbaren Anflug von Siegeswahn gab man in den nächsten Minuten das Spiel komplett aus der Hand. Im Anschluss wurde die Gangart ruppiger und die Konzentration ließ nach.  L. Hepp und M. Henke mussten einiges einstecken. Die inzwischen für R. Lenke eingewechselte C. Stopfel hatte auf ihrer Position auch einige Kampfarbeit zu leisten. So ließ man sich nun in die eigene Hälfte drücken, einzig L. Hepp setzte in Einzelaktionen noch einmal ein paar Akzente nach vorn. In dieser Hektik entstanden einige Standards für den Gegner. Nach einer Ecke rettete zunächst noch zweimal der Pfosten für unsere Farben.  Nach einem langen Ball von Marksuhl, den man zwar zunächst abfangen konnte, aber dann doch dem Gegner überließ, fiel der befürchtete und mittlerweile schon fast überfällige Anschlusstreffer. Marksuhl brach bis zur Grundlinie durch und konnte den Ball in die Mitte spielen, wo man trotz Überzahl im Zentrum, durch eine schlechte Staffelung und halbherziges Verteidigen, den Gegner quasi einlud. Nur 4 Minuten später fiel bereits das 2:3 – quasi als Kopie vom ersten Tor der Gegnerinnen. Nun merkte man unseren Mädels die Unsicherheit durch den schnellen Doppelschlag an und so war es fast zu erwarten, dass noch vor der Halbzeitpause der Ausgleich fiel. Wieder war es ein Standard, der gefährlich wurde. Nach einer Ecke verfehlten alle unsere Spielerinnen den Ball und so gelang trotz doppelter Überzahl im Zentrum  der vielumjubelte Ausgleich der Marksuhlerinnen. Die rochen nun Lunte und wollten mehr – uns rettete glücklicherweise der Halbzeitpfiff. Nun hieß es erstmal – runterfahren, sortieren, analysieren und vor allem –Ruhe bewahren.  In der zweiten Halbzeit  ging man dann besser mit der Härte des Gegners um  und die Zuschauer sahen ein ausgeglichenes Spiel. Aktionen gab es auf beiden Seiten, jedoch entstand meist keine wirkliche Torgefahr mehr. Dennoch hatten wir das Glück an diesem Sonntag auf unserer Seite. Den Siegtreffer erzielte C. Stopfel nach einer Ecke, die direkt aufs Tor gezogen wurde. Die Torhüterin wehrte diese nach rechts ab, wo jedoch C. Stopfel bereits lauerte und sehr cool und platziert in die kurze Ecke einschob. Trotz der Führung versuchte man nun, nicht die gleichen Fehler wie in Hälfte eins zu machen und durch zu viel Offensive und Leichtsinnigkeit den Sieg herzuschenken. Überschattet wurde Hälfte 2 von der Verletzung von M. Henke, die bei der Abwehr eines Freistoßes zwar den Gegentreffer verhinderte, sich jedoch das Knie verdrehte und verletzt vom Platz gehen musste. So wurde die 2. Halbzeit eher zu einer Abwehrschlacht als zu einem Offensivfeuerwerk. N.Pabst ersetzte  für die letzten Minuten die stark aufspielende L.Hepp im Zentrum, insbesondere um die Abwehr zu unterstützen und den Sieg festzuhalten. Dies ist uns letztlich auch gelungen und wir gingen – zwar ein wenig glücklich, aber durchaus verdient – als Sieger vom Platz. Zusammenfassend kann man sagen: Unnötig spannend gemacht und zum Schluss glücklich gewonnen.

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