Traumtor von Roberto Döll

Mit einem – aufgrund der Chancenverteilung – verdienten 2:0 bezwang die SG Kaltennordheim/Fischbach die Gäste des 1. FC Sonneberg 2004 erstmals in der Landesklasse.

Ohne die verletzten A. Salzmann und Fuß und mit den angeschlagenen Markert und Kerschner gingen die Rhöner in die Partie und stellten sich gleich mit dem Anpfiff auf das bekannte Sonneberger Forechecking ein. Die Gäste hatten zwar Feldvorteile, klare Torchancen blieben ihnen aber meist verwehrt. Winklers Versuch vom Strafraumeck in der Anfangsviertelstunde blieb so lange die einzig nennenswerte Gelegenheit des FC. Mit beherztem Einsatz und viel Laufbereitschaft zogen die Stopfel-Schützlinge ihrem Gegenüber schnell den Zahn, verpassten es aber zunächst dem Spiel ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Mit zunehmender Dauer wurden die Kaltennordheimer dann aber mutiger und so erlebte das Spiel seine beste Phase: Zunächst kratzte Heß per sensationeller Parade Kerschners Distanzschuss aus dem Winkel, ehe Steinmetz erst per Kopf und dann mit dem Fuß am gut aufgelegten Schlussmann der Gäste scheiterte. Torlos verabschiedeten sich daher beide Mannschaften in die Kabinen.

Die Elf um Kapitän Salzmann witterte im Spiel auf ihr „Heimtor“ nun mehr und mehr Morgenluft und wollte mehr. In einer Phase, in der die Heimelf immer besser das Spiel in den Griff bekam, erlöste Roberto Döll dann endlich seine Farben: 20 Meter vor dem gegnerischen Gehäuse angespielt, drosch er den Ball unhaltbar in den Winkel – Traumtor! Sturmführer und Kapitän Büchner hielt seine Elf an, nochmal alles nach vorne zu werfen. Was folgte waren wütende Angriffe der Sonneberger, die es aber wie schon in Hälfte eins verpassten, diesen Druck in zählbare Möglichkeiten umzuwandeln. Kurioserweise resultierte ihre beste Torchance sogar aus einer Ecke der Hausherren. Blitzschnell eroberten sich die Nullvierer den Ball und passten auf den ansonsten bei Paul Salzmann hervorragend aufgehobenen Winkler. Dieser fackelte nicht lange und zog direkt ab, Quentmeier bewies jedoch, dass im Kasten durchaus mit ihm zu rechnen ist, und parierte in guter Manier. Die Schlussphase brach nun an und es wurde mitunter turbulent. Schiedsrichter Stöcklein hatte so allerhand zu tun, um die erhitzten Gemüter wieder auf Betriebstemperatur zu bringen. Dies geschah mit vielen Gelben Karten, wobei sich gegen Ende des Spiels die Hälfte der SG Kaltennordheim/Fischbach bereits als verwarnt vorfand – einige überharte Entscheidungen inklusive. Sonneberg machte also weiter das Spiel, den Schlusspunkt setzte jedoch ein anderer: Der junge Wilhelm spielte per schönem Pass eine Kontergelegenheit auf den eingewechselten Wolf, welcher sich erst den Ball mit dem Kopf am Torwart vorbeilegte, um dann ins leere Tor einzuschieben. Kurz darauf beendete Stöcklein die Partie, sodass Sonneberg erstmals ohne Dreier die Heimreise aus Kaltennordheim antrat.

SG Kaltennordheim/Fischbach: Quentmeier, P. Salzmann, F.Döll, Fehringer, Leutbecher, Wilhelm (90. Ruppert) R. Döll, Markert, Dreßler, Kerschner, Steinmetz (74. Wolf)

FC Sonneberg 2004: Heß, Röhr ( 67. Zuleger), Dorst, Motschmann, Wild, Winkler, Büchner, Räder, Schreck (80. Steiner), Kob, Funke

SR: Stöcklein (Ummerstadt)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 R. Döll (61.), 2:0 Wolf (90.)

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