Viel Gift im Spiel

Da war eine Menge Feuer in der Partie! Die SG lag bereits nach 18 Minuten durch den Kopfballtreffer von Marko Endter zurück, mühten sich aber in der Folgezeit redlich, das Spiel nun an sich zu reißen. Schon bei diesem 1:0 gab es lautstarke Proteste auf Seiten der Gäste, da dem Treffer eine klare Fehlentscheidung voraus ging. Erst im zweiten Durchgang wurden dann die Angriffsbemühungen der Rhöner durch die Tore von Steinmetz und Kerschner belohnt. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff haderten die Kaltennordheimer aber erneut mit dem Schiedsrichter und dessen eigenartiger Auslegung der Vorteilsregel: Der zugesprochene Freistoß wurde von Marr zum 2:2-Endstand direkt verwandelt. Die letzten 20 Minuten verbrachte die Elf um das Trainergespann Stopfel/Döll zudem noch in Unterzahl, da sich Dreßler- nach brutalem Foul vom Marr – bei Schiedsrichter Vollmann beschwerte und dieser ihn mit glatt Rot vorzeitig zum Duschen schickte. Mit etwas Fingerspitzengefühl wäre wohl auch dieser Platzverweis vermeidbar gewesen.

Quelle STZ:

Leistungsgerecht endete die Partie der Fußball- Landesklasse Süd zwischen der SG Steinbach/Herges und der SG Kaltennordheim/ Fischbach. Markert setzte für die Gäste das erste Ausrufezeichen. Seinen fulminanten Schuss faustete Nattermann ins Feld zurück. Die Rhöner störten den Spielaufbau der Gastgeber früh. So fiel deren Führung (18.) doch etwas überraschend. Marko Endter wuchtete die Kugel nach einem Eckball per Kopf in die Maschen. Damit war der Anfangselan der Gäste verflogen. In der Folge leisteten sie sich viele Fehler im Spielaufbau. Die Gastgeber nutzten dies und erspielten sich ein Übergewicht. Die beste Chance ergab sich aus einem Freistoß, den Alexander Fischer Zentimeter jedoch Zentimeter neben das Tor setzte (31.). In den letzten Minuten der ersten Hälfte legten die Gäste ihre Lethargie wieder ab und machten mächtig Druck. Steinmetz vernaschte Alexander Fischer, fand aber keinen Abnehmer für seine Eingabe (35.). Markert scheiterte aus der Distanz zunächst an Nattermann (36.) und schoss wenig später über das Tor. Den Schuss von Steinmetz lenkte Nattermann zur Ecke (41.). Auf der Gegenseite strich Felix Fischers Schuss knapp am langen Pfosten vorbei (43.). Marrs Schuss parierte Salzmann (45.). Allerdings hatte der Unparteiische hier vorher ein klares Handspiel von Marr übersehen. Der zweite Durchgang begann mit einer Großchance für die Gastgeber. In Schindlers Eingabe rutschte Felix Fischer einen Meter vor dem leeren Tor. Er brachte die Kugel aber nicht über die Linie. Die Rhöner konnten die Angriffe der Gastgeber immer öfter abfangen, schalteten aber viel zu langsam um. In der 57. Minute gelang ihnen dennoch der Ausgleich. Nach einem schon abgewehrten Angriff brachte ein Gästespieler das Leder doch nochmal vor das Tor. Kerschner verlängerte mit dem Kopf, Steinmetz stand am langen Pfosten und schon stand es 1:1. Marr zog in der 66. Minute aus 25 Metern ab, sein Schuss wurde aber zur Ecke abgefälscht. Kurz darauf grätschte er an der Mittellinie Dreßler um und war mit der Gelben Karte noch sehr gut bedient. Dreßler beschwerte sich beim Unparteiischen und dieser zückte die Rote Karte. Der als sehr ruhig bekannte RSV-Akteur soll den Unparteiischen nach dessen Aussage mit dem Namen einer Vogelart bedacht haben. Insgesamt machte das Schiedsrichtergespann keine gute Figur. Während zum Beispiel die Gastgeber mehrmals ungestraft den Ball wegschossen, nachdem abgepfiffen war, bekam der erste Gästeakteur der dies tat, den gelben Karton zu sehen. In Unterzahl gingen die Rhöner in Führung. Nattermann ließ den Ball nach einer Freistoßeingabe fallen. Dieser wurde vor das Tor gepasst, wo Kerschner im Fallen zum 1:2 traf. In der hektischen Schlussphase hatte auch Fehringer Glück. Er sah nur Gelb, nachdem er mit beiden Beinen voraus Alexander Fischer foulte. In der 88. Minute gelang Marr mit einemFreistoß aus 20 Metern der Ausgleich.

Steinbach/Herges-Hallenberg: Nattermann; Kaiser, R. Holland-Moritz, A. Fischer, Loose, K. Holland-Moritz, Fleischhauer (78. Hoffmann), Schindler (85. Ehrle), Marr, F. Fischer, Endter (78. Kramer)

Kaltennordheim/Fischbach: A. Salzmann; P. Salzmann, Fl. Döll, Wolf (22. Wilhelm), Leutbecher, Markert, Dressler (70. Rote Karte), Fehringer, R. Döll (62. Fuß), Kerschner, Steinmetz

Schiedsrichter: Vollmann (Waltershausen) – 140

Tore: 1:0 Endter (18.), 1:1 Steinmetz (57.), 1:2 Kerschner (70.), 2:2 Marr (85.)

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