Zum Zungenschnalzen

Der Sieg war letztendlich auch in dieser Höhe verdient, denn das Plus an hochkarätigen Torchancen lag klar auf der Seite der Gastgeber. Die Grün-Weißen aus dem Haselgrund hielten zwar kämpferisch voll dagegen, hatten jedoch im spielerisch-taktischen Bereich und in der Chancenverwertung unübersehbare Nachteile. Geschuldet war das auch dem Übergewicht, das sich die Platzherren vor allem ob der tadellosen Leistungen von Emanuel Dreßler und Thomas Markert, bester Spieler auf dem Platz, im Mittelfeld erarbeiteten. Zudem ließen die in der Dreierkette gut funktionierenden, schnellen Abwehrspieler Florian Döll, Paul Salzmann und Daniel Wolf ihre Gegenüber kaum zur Entfaltung kommen. Zudem funktionierte die Tormaschine Kai Kerschner einmal mehr wie geschmiert. Als Markert (24.) den Torjäger die Kugel flach in den Lauf servierte, spitzelte der den Ball trotz Bedrängnis noch im Fallen zum 1:0 ins Tor. Den straffen Kopfball von Steinmetz (35.) nach klasse Vorarbeit von Roberto Döll meisterte Torwart Daniel Nattermann ebenso im großen Stil wie den Schuss von Steinmetz, nachdem der von Kerschner glänzend freigespielt worden war (38.). Einzige nennenswerte Aktionen der Haselgrundler vor dem Gastgebertor waren ein Freistoß von Alexander Fischer (23.), den Torwart Alexander Salzmann erst in Nachfassen entschärfte, und der Schussversuch von Ronny Ronis, der jedoch abgeblockt wurde. Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff knallte Kerschner einen Freistoß ans Lattenkreuz. Den Nachschuss von Markert wehrte Nattermann vor die Füße von Steinmetz ab, der die Kugel blitzschnell zum 2:0 einlochte. Die Gästespieler resignierten nicht, versuchten ihr Heil in der Flucht nach vorn. Schindler (50.) kam frei zum Schuss, jagte den Ball aber weit am Tor vorbei. Als Schiedsrichter Schemann aus Erfurt nach einem abgewehrten Freistoß der Gäste urplötzlich auf den Elfmeterpunkt zeigte (69.), schauten sich die Spieler beider Teams verdutzt an. Alexander Fischer schoss den Strafstoß zwar hart, doch Salzmann lag in der richtigen Ecke und parierte den Ball. Auch der eingewechselte Holland-Nell (76.) konnte den Kaltennordheimer Schlussmann aus Nahdistanz nicht überwinden. Besser machten es dessen Vorderleute: Nach einem herrlichen Pass von Dreßler (78.) hinter die zu weit aufgerückte Gästeabwehr kam Kerschner an die Kugel. Er servierte sie an den langen Pfosten, an den Markert herangeprescht war und das Leder zum 3:0 ins Netz versenkte. Nachdem Nattermann einen Schuss von Fuß (85.) geklärt hatte, köpfte Kerschner den anschließend von Scheidler geschossenen Eckball in unnachahmlicher Art zum 4:0 ein. Den Schlusspunkt setzten Markert und Dreßler im Duett. Markert bediente seinen heraneilenden Mittelfeldpartner mit einem Heber in den freien Raum. Mühelos lupfte Dreßler die Kugel über Nattermann zum 5:0 ins Tor. Ein echtes Schmankerl!

SG Kaltennordheim/Fischbach: A. Salzmann; P. Salzmann, F. Döll, D.Wolf, Markert, Steinmetz, Kerschner, Dreßler, Wilhelm (46. Fuß), Fehringer (77.Tenkotte), R. Döll (83. Scheidler)

SG Steinbach-/Herges-Hallenberg: Nattermann; R. Holland-Moritz, F. Fischer (68. Endter), A. Fischer, Marr, Hoffmann, Schindler (75. Holland-Nell), Ronis, K. Holland- Moritz, Menz, Luck (84. Schlehahn)

Schemann (Erfurt)

Tore: 1:0 Kerschner (24.), 2:0 Steinmetz (47.), 3:0 Markert (78.), 4:0 Kerschner (85.), 5:0 Dreßler (87.)

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