Zweimal die linke untere Ecke

Im Kampf um den Klassenerhalt hätten beide Vertretungen einen Dreier als Befreiungsschlag benötigt. Was der eine Punkt letztlich wert ist, wird sich für beide Mannschaften in den kommenden Wochen zeigen. Besser hätte das Spiel für die Gastgeber nicht beginnen können. In der dritten Minute setzte sich Trabert links durch. Seine Eingabe fand den völlig freien Pedrazzi 16 Meter vor dem Tor. Der setzte die Kugel in die linke untere Ecke zum frühen 1:0. Das spielte den Gastgebern natürlich in die Karten, die sich in der Folge zurückzogen und auf Konter lauerten. Kaltennordheim arbeitete gegen ruhig aufbauende Herpfer gut nach hinten. Da den Gästen zunächst nicht viel einfiel und auch der nötige Druck auf das Tor der Heimelf fehlte, konnte sich diese immer wieder mit spielerischen Mitteln befreien. Chancen für Herpf gab es durch einen Freistoß von Nier, der weit über das Tor ging (14.), und nach einer Flanke von Röll, die Fuchs knapp verpasste (22.). Dazwischen lag eine Möglichkeit für die Gastgeber. Trabert setzte sich an der Grundlinie schön durch, aber Möhring passte bei der folgenden Eingabe auf. In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit erspielten sich die Gäste ein leichtes Übergewicht, das sich auch in Chancen ausdrückte. Göpfert prüfte Wolf im Tor der Heimelf nach einer Ecke (25.), während Storandt auf der Gegenseite seine Chance überhastet vergab. In der 34. Minute strich der Schuss von Fuchs knapp am Pfosten vorbei. Glück hatten die Gastgeber (39. ), als der Freistoß von Röll an die Latte klatschte. Zu Beginn der zweiten 45 Minuten hatte Kaltennordheim mehr vom Spiel. Möhrings einzige Unsicherheit im Spiel, nach einer Ecke in der 49. Minute, konnten sie aber nicht nutzen. In der 58. Minute schraubte sich Lukas Salzmann nach einer erneuten Ecke hoch und köpfte das Leder haarscharf über die Latte. Die Herpfer waren in dieser Phase bemüht, aber es fehlten die zündenden Ideen. Der Ausgleich gelang den Gästen aber dennoch. Die Gastgeber bekamen die Kugel nach einer Ecke nicht aus der Gefahrenzone. Zöller kam aus zehn Metern zum Schuss, und erneut lag der Ball im linken unteren Eck zum 1:1-Ausgleich (60.). Sechs Minuten danach handelte sich Pyterke für sein übermotiviertes Einsteigen an der Mittellinie seine zweite Gelbe Karte ein und musste vorzeitig zum Duschen. Von dieser Überzahl für die Gastgeber war auf dem Platz zunächst aber nur wenig zu sehen. Im Gegenteil! Röll hatte kurz darauf die Chance zum 1:2. Erneut sah die Abwehr der Gastgeber nicht gut aus, konnte letztlich aber Rölls Schuss abblocken. Auch danach konterten die Gäste geschickt, aber ohne Erfolg.In der Schlussphase erhöhte Kaltennordheim den Druck. Immer wieder war es Trabert, der sein Glück versuchte. In der 77. Minute setzte er sich schön durch, legte sich die Kugel im Strafraum aber zu weit vor. Fünf Minuten danach wurde er steil geschickt, aber Möhring hatte aufgepasst und fischte dem Kaltennordheimer die Kugel vom Fuß. Auch sonst agierten die Gäste sehr aufmerksam. Wenn sich die Gastgeber aufgrund ihrer Überzahl einmal gut in Szene setzen konnten, klärten die Gäste immer wieder mit viel Laufaufwand und ganz viel Einsatz.

Kaltennordheim: M. Wolf; Heller, Salzmann, Greifzu, Quentmeier, Markert, Eisenbach (85. Möller), Pedrazzi, Orf, Trabert, Storandt (72. Steinmetz)

SG Herpf: Möhring; Hamm, Zöller, Böhm, Nier (83. Esser), Müller, Göpfert, Pyterke, Röll, Hermann (46. Hebstreit), Fuchs (76. Rutschik)

Schwethelm (Wingerode)

1:0 Pedrazzi (3.), 1:1 Zöller (60.)

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