Glücklose Rhöner Elf

Abstiegskampf pur mit dem besseren Ende für die Fußballer aus Brotterode. Die Gäste- Elf sichert sich im Landesklassen- Punktspiel gegen die SG Kaltennordheim drei wichtige Zähler. Nein, ein schönes Fußballspiel wurde in Kaltennordheim nicht geboten. Dazu ging es für beide Mannschaften um zu viel im Ringen gegen den Abstieg. Während die Gäste nach der umkämpften Partie fröhlichen Gesang anstimmen konnten, schlichen die Rhöner mit hängenden Köpfen vom Platz. Ihr vehementes Anrennen und die engagierte Spielweise, vor allem in der zweiten Halbzeit, trug keine Früchte. Vor allem an Philip Steuding, der ein klasse Spiel machte, bissen sich die Gastgeber die Zähne aus. Beide Mannschaften schenkten sich in dieser Begegnung nichts. Schiedsrichter Thomas Fischer versuchte, Dampf aus der Partie zu nehmen, indem er jede unsportliche Aktion abpfiff. Er verteilte zudem vier Gelbe Karten an Brotteröder Spieler, während die Gastgeber mit „nur“ zwei Gelb-Verwarnungen davonkamen. Das fanden die Gäste nicht toll. Nach der ersten Abtastphase setzte der Brotteröder Vondracek mit seinem Treffer an die Lattenunterkante des SG-Kastens ein erstes Achtungszeichen (22.). Wenig später konnte sich der Kaltennordheimer Roberto Trabert in Strafraumnähe der Gäste geschickt freiarbeiten und zog ab. Sein Schuss ging knapp neben das FVI-Gehäuse. Die Partie wogte hin und her, wobei in der ersten Halbzeit zwingende Chancen auf beiden Seiten überhastet vergeben und Standards nicht genutzt wurden. Bis auf eine. Der erste Eckball für den FVI Brotterode führte zum Erfolg und stürzte die Gastgeber in Not. David Batelka zirkelte den Eckstoß mit Schmackes um den kurzen Pfosten herum ins Netz. Zwei Kaltennordheimer Abwehrspieler und der Torhüter Sebastian Krause sahen in dieser Szene alt aus. Im direkten Gegenzug wäre es Rico Quentmeier beinahe gelungen, den Ausgleich zu erzielen. Dessen Schuss strich um Zentimeter am FVI-Kasten vorbei. Mit dem knappen Vorsprung für die Gäste ging es zum Pausentee. Nach Wiederanpfiff berannten die Rhöner das von Timo Schenk gehütete Gehäuse der Elf vom Inselberg, und das 45 Minuten lang. Aber die Brotteröder Hintermannschaft stand gut und brach eine Angriffswelle der Kaltennordheimer nach der anderen. Akzente in Richtung Rhöner Strafraum setzten sie nur noch selten, zu sehr waren sie mit der Abwehrarbeit beschäftigt. Die Einwechslung von Antonio Pedrazzi brachte nochmals frischen Wind bei den Rhönern. Erfolgreich war aber auch er nicht, genauso wenig wie Kai Kerschner, der mehrere gute Chancen nicht nutzen konnte. Bei einem der wenigen Gästekonter zeigte wiederum Batelka sein ganzes Können. Mit einem Heber in der 81. Minute überwand er den SG-Torhüter Sebastian Krause, traf zum 2:0 aus Gästesicht und „hebelte“ damit die Absichten der Gastgeber auf den Ausgleich komplett aus. Zum Unglück für die Rhöner kam noch Pech. Der Schuss von Daniel Wolf landete am Pfosten (85.). Selbst das Anschlusstor wollte nicht gelingen. Während der Kaltennordheimer Trainer Andy Möller schmallippig davon sprach, dass seine Männer es nicht schafften, „in Zug zu kommen“, freute sich dessen Gegenüber Arndt Nelke über den Auswärtserfolg. „Es war eine harte Partie. Wir waren aber in den entscheidenden Momenten hellwach, haben die Zweikämpfe angenommen und die drei Punkte verdient gewonnen.“

Kaltennordheim: Krause; Wolf, Heller (54. Pedrazzi), Quentmeier (80. Eisenbach), Markert, Trabert, Kerschner, Steinmetz, Salzmann, Orf (65. Dittmar), Greifzu

Brotterode: Schenk; Dupke, Storch, Baumann, Brenn (86. Raßbach), Batelka, Hodonsky (90+2 Wuthe), Vondracek (40. Schröder), Gross, Steuding, Offenhaus

Fischer (Kreuzebra)

Tore: 0:1, 0:2 Batelka (42., 81.)

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