Reingekniet und gesiegt

Mit einigem Respekt voreinander starteten beide Mannschaften vorsichtig in das Landesklassen- Fußballspiel, das aber schnell Fahrt aufnahm. Das war vor allem das Verdienst der Hausherren, die die Regie im Mittelfeld übernahmen und viel energischer als die Steinacher den Weg zum Tor suchten. Torgelegenheiten blieben da nicht aus. Emanuel Dreßler nahm eine Ecke des immer wieder gefährlich auf der linken Außenbahn marschierenden Tobias Wilhelm direkt, feuerte den Ball aber knapp übers Tor (5.). Wilhelm selbst wurde beim Abschluss gerade noch gestört (9.), seine Flanke jagte Maik Steinmetz über den Balken (15.). Die verhaltenen Steinacher hatten dem lediglich eine Chance entgegenzusetzen, als ihr wieder mitwirkender Kapitän Björn Sesselmann nach innen flankte, wo Hopf über das Tor köpfte (7.). Mit zwei Standards gingen die Fortunen in Führung. Einen von Daniel Wolf schön geschlagenen Freistoß touchierte Kai Kerschner leicht mit dem Kopf und die hieß Tor zum 1:0 (23.). Zehn Minuten später kniete sich Steinmetz in eine Ecke von Roberto Döll und verwandelte derart ungewöhnlich zum 2:0 (33.). Zwischendurch hatte der Gast die größte Chance vergeben, als Hopf den Ball von Wenke denkbar knapp am Tor vorbei verlängerte (30.). Nach dem 2:0 versäumten es die Hausherren, noch ein Tor draufzupacken. So kamen die ungefährlichen Steinacher kurz vor der Pause noch einmal ins Spiel. Als Torwart Alexander Salzmann einen von DirkWachsmuth raffiniert geschlagenen Freistoß prallen lassen musste, war Sesselmann zur Stelle und staubte zum 2:1 ab (44.). NachWiederanpfiff ließen sich die Gastgeber allzu sehr in ihre eigene Hälfte zurückdrängen. Steinach bestimmte das Spiel, blieb aber vor dem Tor weiterhin nur durch Standards einigermaßen präsent. Nach einer Stunde Spielzeit der Kulminationspunkt der Partie: Dreßler hatte aus Nahdistanz eine Flanke zum3:1 (61.) ins Tor befördert. So sahen es die Kaltennordheimer und die Unparteiischen, aber so sahen es nicht die Steinacher, die bereits seit Mitte der ersten Halbzeit immer wieder lautstark mit den Entscheidungen letzterer haderten. Alexander Pflügner protestierte beim Assistenten allzu ungestüm, sodass ihn Schiedsrichter Thomas Geburtig per Gelb-Roter Karte des Feldes verwies. Danach kam auf beiden Seiten nicht mehr viel zustande. Die konternden Kaltennordheimer blieben trotz aufkommender Disharmonien untereinander gefährlicher, wussten mit den feinen Pässen von Kerschner jedoch nichts anzufangen. Kerschner selbst war zweimal durch und wurde jeweils abseits zurückgepfiffen. Seine lautstarken Proteste brachten ihm Gelb ein. Die Steinacher brachten nach vorn weiter nichts zuwege und resignierten wohl auch. So war der nach der Vorsaison erneute redlich verdiente Heimsieg der Fortunen über diesen Titelanwärter bereits in trockenen Tüchern. Nach Spielschluss erhielt Wachsmuth ebenfalls noch den Gelb-Roten Karton gezeigt.

Kaltennordheim/Fischbach: A. Salzmann; P. Salzmann, Fuß (87. Bönewitz), Leutbecher,Wolf, Markert, Kerschner, Steinmetz (90. Quentmeier), Dreßler, Wilhelm, R. Döll

Steinach: Möller; Pflügner (61. Gelb-Rot),Wenke, Telser (88. Häusler), Roß, Hopf (78. Walther), Sesselmann, Barthelmann, Paul,Wachsmuth (Gelb-Rot), Domhardt (46. Gröger)

Geburtig (Ammern) – 180

1:0 Kerschner (23.), 2:0 Steinmetz (33.), 2:1 Sesselmann (44.), 3:1 Dreßler (61.)

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